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Medienmodule und Unterricht - ein didaktisch-methodisches Profil

Was ist überhaupt ein Medienmodul?

Toni Cramer ::  Irisweg 36  ::  71672 Marbach  ::  07144-861177  ::  info@microtonic.de

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Version: 07.11.2016

Unterrichtsmodelle im Überblick

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„Medienmodul“ ist kein wirklich standardisierter Begriff - er hat sich vielmehr über die Jahre hinweg in der Medienentwicklung der Verlage eingebürgert. Aktuell scheint es aber auch so zu sein, dass der Begriff in die Bildungsforschung Einzug hält - und zwar immer dort, wo es um digitale Medien geht, die im Unterricht verwendet werden.

Schauen wir uns ein paar Medienmodule des Klett-Verlages mal etwas genauer an. Vielleicht hilft uns das, den Begriff klarer zu fassen und abzugrenzen:

Bakterienzelle

Eine Bildinformation

Synapse

Eine Folienfolge mit Register

Entwicklung des Grasfrosches

Eine Baukasten

Gasaustausch

Eine interaktive Animation

Stellvertretend für etwa 400 verschiedene Medienmodule des Klett-Verlages zur Biologie im Sekundarbereich stehen diese vier oben gezeigten Medienmodule. Sie kennzeichnen sich durch diese Standardisierung:    

Warum aber nennt sich dieses digitale Medium nun „Medienmodul“? Was macht das Medium zum Modul? Wikipedia nennt diese Definitionen:

Mit diesen Erkenntnissen lässt sich der Begriff Medienmodul vielleicht so umschreiben:

Ein Medienmodul ist eine abgeschlossene funktionale Einheit und ist in Layout, Funktion und Zeitbedarf standardisiert. Es stellt eine inhaltlich abgeschlossene Lerneinheit dar und lässt sich im Rahmen einer Unterrichtsstunde (oder Unterrichtseinheit) mit anderen Medienmodulen zu größeren Lerneinheiten kombinieren.

Link-Tipp

Mediendesign:

Mikro- und Markodesign

Nun lässt sich schon genauer fassen, was es mit einem Medienmodul auf sich hat. Aber, wo bzw. in welcher Phase des Unterrichts kann ich ein interaktives Medienmodul gewinnbringend einsetzen?

Werfen wir dazu einen Blick auf drei gängige Unterrichtsmodelle  (die hier etwas vereinfachend darge-stellt werden, damit sie besser vergleichbar sind):

gewinnbringend?

Hoppla, was heißt hier eigentlich gewinn-

bringend? Reicht schon die bloße Motivation? Oder braucht es eine bildungstheoretische Absicherung? Oder sollte man vielleicht auch erschließen können, welchen Kompetenzzuwachs ein Medienmodul fördert? Dazu mehr in den nächsten Kapiteln …

050_unterrichtsmodelle.png

Im Kurs sammeln wir nun mithilfe der MetaPlan™-Methode („Kärtchen pinnen“), welche digitalen Medien bzw. welche Software im Unterrichtsgeschehen helfen kann.

Dabei schauen wir uns die beiden Hauptakteure im Unterricht genauer an:

und fragen uns, für jede der drei Phasen

an den Lehr-Lern-Orten

welche digitalen Medien bzw. Software für den Einsatz vor, während und nach des Unterrichts hilfreich sein könnte.

Auch wenn diese Unterrichtsmodelle im Detail Unterschiede aufweisen, so gleichen sie sich doch in einem forschend-entwickelnden Ansatz, der sich im Unterricht selbst in (mindestens) drei Prozesse gliedert, die nacheinander folgen:

Einstieg, Erarbeitung und Sicherung.

In den zurückliegenden Kursen wurden dabei diese Ergebnisse an der Pinnwand gesammelt (bitte zum Vergrößern anklicken):

WinSem 2013/2014

WinSem 2014/2015

WinSem 2015/2016

Unterrichtsphase

Lehrkraft



Lernende



Unterrichts-vorbereitung

  • Kommunikation
  • Bildungsplan (sortiert)
  • Online-Planer
  • Mediathek
  • Regelwerk zum Copyright
  • Recherche
  • 4teachers.de
  • meinunterricht.de
  • editierbare Arbeits-blätter
  • Forum zum AB-Tausch
  • Kommunikation
  • Moodle
  • Online-Lerngruppe
  • Hausaufgaben
  • Recherche
  • Mediathek
  • Apps
  • Erklärvideos

Einstieg

  • Fotos, Filme, Sounds
  • Audios mit Tierstimmen
  • PowerPoint-Folie
  • Kurzfilme auf Beamer oder Whiteboard
  • Padlet für Analyse zum Vorwissen
  • Fotos, Filme, Sounds
  • Rätsel
  • Word-Cloud
  • Digitales Lexikon








Erarbeitung

  • Texte, Modelle
  • Videos
  • Klassensatz an Geräten
  • Whiteboard zur Präsentation
  • Interaktive Animation
  • 3D-Modell eines Organs
  • Forum, Wiki
  • Moodle
  • PowerPoint für Schüler-Präsenta-tion
  • Tablets
  • Apps








Sicherung

  • PowerPoint-Präsentation
  • Ergebnisse auf Lernplattform
  • Experimente filmen
  • Aufgaben in Moodle
  • Test und Fragen
  • Kamera zur Dokumentation
  • Kompetenz-erfassung
  • Internetplattform zum gemeinsamen Sichern
  • Concept-Map zum Verstehen von Zusammenhängen
  • Tafelaufschrieb
  • Videoaufnahme vom Unterricht
  • mit Smartphone Stunde dokumen-tieren
  • Podcast als Sicherung
  • Lernprogramme zum selbständigen Lernen

Unterrichts-nachbereitung

  • Unterricht auf-nehmen
  • Feedback von Kollegen
  • Klassentagebuch
  • Notenbuch
  • Kalender
  • Excel zur Erstellung von Notenlisten
  • Weiterführende Infos und Links im Internet
  • Arbeitsblätter auf Lernplattform
  • Forum zum Austausch unter Schülern
  • Online-Quiz
  • Wiederholungs-fragen
  • digitaler Test
  • Lernspiel zur Lern-standsüberprüfung
  • Geo-Caching
  • themenbezogene Apps
  • Lernvideos zur Vertiefung (youtube)

Während sich der Medien- und Softwareeinsatz in der Vorbereitung und Nachbereitung recht klar fassen lässt, scheint es in der Unterrichtsdurchführung mitunter schwieriger zu sein: Meist lässt sich nicht klar einordnen, ob ein Medienmodul bzw. spezielle Software ausschließlich zum Einstieg, zur Erarbeitung oder zur Sicherung genutzt werden kann.

Die Erkenntnis in den Diskussionen im Kurs ist die, dass der konkrete Einsatz eines digitalen Mediums von der Konzeption der Unterrichtsstunde abhängt. So kann ein und dasselbe Medienmodul in allen drei Prozessen dieser Unterrichtsphase vor-kommen. Insbesondere der Kurs im WinSem 2015/2016 hat diese Erkenntnis spontan so zum Ausdruck gebracht, dass Kärtchen (bzw. Medien), die in mehreren Unterrichtsprozessen zum Einsatz kommen könnten, vertikal angepinnt wurden.


Für das oben gezeigte Modul „Entwicklung des Grasfrosches“ könnte es z.B. diese Einsatzmöglichkeiten geben:

Fasst man die MetaPlan-Ergebnisse aus den obigen Kursen zusammen, so ergibt diese (qualitative) Zusammenstellungen:

Unterrichtsdurchführung

Übrigens:

Das AVIVA-Modell wurde am Eidgenössischen Hochschulnstitut für Berufsbildung (EHB) in der Schweiz entwickelt.

Es wird zunehmend für kompetenzorientiertes Unterrichten an der Berufschule (bzw. damit verwandten Schularten) herangezogen.

100_Kurs_WS_2013_2014.png 105_Kurs_WS_2014_2015.png 110_Kurs_WS_2015_2016.png

Wie können digitale Medien gewinnbringend eingesetzt werden?

Lassen sich Medienmodule mit einen didaktisch-methodischem Profil charakterisieren?

Im Kurs haben wir auf der Suche nach einer Antwort auf diese Fragen einige der Medienmodule des Klett-Verlages am Whiteboard angesehen und sind so verfahren:


Zusammen ergeben die Kriterien ein didaktisch-methodisches Profil, welches mindestens diese Aspekte einschließt:

200_WinSem_2015_2016.png

WinSem 2015/2016: Aus einer Liste mit positiven und negativen Aspekten zu interaktiven Medienmodulen lässt sich eine Kriterienliste - ein Profil - ableiten.

In den obigen Abschnitten zeichnet sich eine Art didaktisch-methodisches Profil für digitale Medienmodule ab.

Welche Informationen über ein Medienmodul benötigt eine Lehrkraft und nach welchen Kriterien sollte ein Medienmodul standardisiert sein, damit es im Unterricht gewinnbringend eingesetzt werden kann?

Angesehen von diesen Kriterien werden oft noch zwei weitere Aspekte genannt: Editierbarkeit des Moduls (wenigstens der Texte) sowie (gestufte) Hilfestellung falls die Lernenden nicht weiter wissen oder einen Fehler gemacht haben.  


Generell wird der Vorteil von interaktiven Medien von den Studierenden darin gesehen, dass ihr Einsatz im Unterricht eine höhere Motivation bei den Schülerinnen und Schülern hervorruft, sich mit dem Unterrichtsstoff auseinanderzusetzen. Allerdings sollte es auch nicht so sein, dass ein Medienmodul nur wegen der höheren Motivation zum Einsatz kommt. Wenn ein anderes Medium (Foto, Grafik, Film oder auch Arbeitsblatt) den Zweck genauso oder gar besser erfüllt, sollte diesem der Vorzug eingeräumt werden.



In den nächsten beiden Kapiteln untersuchen wir genauer, was der Stand der Wissenschaft zu den lerntheoretischen Konzepten und Prinzipien digitaler Medien hergibt und wie sich der Kompetenzbegriff genauer beschreiben lässt.

WinSem 2016/2017

115_Kurs_WS_2016_2017.png

Stand: WinSem 2015/2016

SomSem 2017

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